Januar 2021

In der Silvesternacht durfte in Belgien diesmal kein Feuerwerk gemacht werden. So still hatten wir es daher noch nie gehabt. Der Schnee tat das Seine noch dazu, denn wenn Schnee liegt, ist es ja ohnehin immer noch stiller.

 

Das Jahr haben wir dann mit einem schönen Neujahrsspaziergang begonnen. Mit Gismo und Abraham ... denn da es den ganzen Tag schneien sollte (und auch tat), dachten wir, dass diesen bewollten Eseln der Schnee noch am wenigsten ausmachen würde. Und wir behielten recht. Sie hatten unterwges mordsviel Spaß und strotzten regelrecht vor Enegerie, dass wir bergauf manchmal echt Schnaufen mussten, da die Jungs einen derart strammen Schritt an den Tag legten.

Auch die Bachüberquerung haben beide Esel ohne mit der Wimper zu zucken prima gemacht. Dabei hat er noch nie soviel Wasser, wie an diesem Tag geführt und rauschte hinzu auch noch ziemlich laut. Toll, dass Gismo uns inzwischen so viel Vertrauen schenkt.

 

Wir haben mitte Januar und immer noch wunderschönen Schnee. Gismo und Léon trotzen den Flocken und lassen sich manchmal sogar einschneien. Ich fühle dann immer, ob die Nässe/Kälte bis auf die Haut geht, aber unter dem Fell sind sie ganz warm. Der dicke Winterpelz schützt sie also bestens.

Im Stall schmilzt der Schnee dann nach und nach und die Nässe tropft auf den Boden.

Weihnachtsesel Léon mit Weihnachtsmann Gregor

Es war wie verhext, doch nun hat es geklappt. Ich habe die Fotos endlich im Kasten.

Entweder hat es zu stark geschneit, oder die Esel waren vom Schnee zu nass, oder mein Mann Gregor hatte keine Zeit (nur am Wochenende hat er frei) usw.

 

Doch jetzt hat endlich einmal alles gestimmt - nun ja, nicht alles, denn gerne hätte ich auch Fotos mit Gismo gemacht, doch dessen Fell war einfach zu nass. Dabei wollte ich doch so gerne seine plüschigen Ohren in Szene setzen, aber das war nix.

Vielleicht bekomme ich diesen Winter ja doch noch mal eine Möglichkeit - auch wenn das Zeitfenster dafür immer sehr klein ist.

Léon hat dann auch einmal gaaaaanz zart

am lockigen Weihnachtsmannbart gezupft - wohl nur

um ganz sicher zu gehen, dass es sich dabei auch

um meinen Mann Gregor handelt.

Sonne, Schnee und tobende Esel!!!

Ich denke, diese Bilder sprechen für sich ...

Februar 2021

Wir haben derzeit kaum noch Schnee, da es tagelang heftigst geregnet hatte. Die Jungs waren häufig tropfnass und als dann noch ein eisiger Wind dazu pfiff, zogen sie sich unvernünftiger Weise leider nicht in den schützenden Stall zurück.

Einsperren möchte ich sie aber auch ungern, denn ausreichend Bewegung und frische Luft sind ja gut und wichtig. Also habe ich erst einmal Gismo eine Regendecke gekauft, da er die Tage einen etwas komischen Räusperer von sich gegeben hatte. Er ist nicht krank, aber ich habe nun das Gefühl, dass er die Decke wirklich mag und sie ihm gut tut.

Auch Léon habe ich daraufhin nun eine Regendecke bestellt.

Meine Tierärztin riet mir, Regendecken zu wählen, die leicht gefüttert sind oder zumindest ein Fleecefutter haben, da ungefütterte Regendecken für die Tiere eiskalt werden können.

 

Ich bin weiß Gott niemand, der seine Tiere schnell in Watte packt, aber es gibt immer wieder einmal Umstände, die so eine Maßnahme erfordern.

Auch unser jüngster Ziegenbock hat eine Decke bekommen - aus dem Hundebedarf. Er hat diesen Winter sehr wenig Unterwolle gebildet und ist nur Haut und Knochen (er kam vor 3 Jahren extrem verwurmt bei uns an und ist wohl für sein Leben geschädigt).

Jetzt, wo er eine Decke hat, ist er viel unternehmungslustiger geworden und verlässt auch wieder häufiger den Offenstall. Denn zuvor blieb er darin meist alleine zurück, während die anderen Ziegen (schön dick mit flauschiger Unterwolle "eingepackt"), sich draußen amüsierten.

Es ist also hin und wieder doch sinnvoll, den Tieren etwas Gutes zu tun, damit sie sich bei diesem ungemütlichen Wetter dennoch wohl fühlen.

 

Juhuu, Léons Regendecke ist auch schon angekommen - das ging echt fix. Seine ist etwas anders geschnitten. Während Gismo eine sehr breite Brust hat und einen demenstprechend weiten Halsausschnitt hat, habe ich für Léon eine etwas schmaler geschnittene Decke gewählt und sie passt perfekt.

Obwohl seine Rückenlänge gut 140 cm beträgt und die Größe der Decke sich immer nach der Rückenlänge richtet, haben beide Jungs eine Pferdedeckengröße von nur 125 cm (anstatt der empfohlenen Größen 135 cm oder 145 cm). Das habe ich bereits bei den sommerlichen Fliegendecken herausgefunden.

"Kasperle-Theater" mit Dach

Eigentlich wollten wir den Unterstand vor dem Wintereinbruch fertig bekommen, doch Dauerregen und mangelnde Zeit an den Wochenenden ließen es einfach nicht zu.

Jetzt hatten wir Zeit und das Wetter spielte mit. Nun ja, es war zwar trocken, jedoch eisebitter kalt. Es waren schlappe minus 6 Grad, aber der Wind blies derart heftig, dass es sich wie minus 20 Grad anfühlte. Aber nun ist der erste Unterstand fast fertig. Es fehlt nur noch die Dachpappe und dann ist das "Kasperle Theater" ein weiterer prima Regenschutz.