28. November 2017


22. Oktober 2014

Heute hat es uns nach Eschternach (Luxemburg) an den See verschlagen. Wir wollten Brücken-, Steg- und Tunneltraining mit Ephraim machen.

Das war, seitdem wir Ephraim seinerzeit aus Österreich zu uns geholt hatten, seine längste Hängerfahrt. Er stieg klasse ein und die Fahrt selber hat er regelrecht verschlafen. Dank unserer Kamera können wir immer alles sehen, was "da hinten" los ist.

Als er aussteigen sollte, hatte er total kleine Äuglein und musster erst einmal wieder wach werden.

Als erste nahmen wir uns die tunnelartige Brücke vor. Das war schon eine kleine Herausforderung, denn eingangs ist ein Bodengitter und da sein Freund Samuel nicht vorrausging, sondern mit meinem Mann abwartete, gab es mehrere Schwierigkeiten aufeinmal für den jungen Mann. Nach anfänglichem Zögern, fasste er einen Entschluss und folgte mir durch den laaaaaangen Tunnel. In der Mitte des Weges blieb es stehen, schaute zurück, wo Samuel blieb und da dieser immer noch nicht mitkam (wir wollten, dass Ephraim das alleine meistern sollte), legte er kurt den Rückwärtsgang ein. Ich hielt kurz dagegen und dann schien er "Nun gut" zu sagen und stapfte weiter, bis zum Ende mit.

Der Rückweg wurde dann nicht mehr in Frage gestellt und er ging danach sofort zu seinem kleinen Freund und erzählte ihm, was er da gerade gemacht hatte.

 

Danach umrundeten wir den See. Überall wimmelt es vor lauter Brücken und Stegen. Die Brücke waren kein Problem, aber die Stege waren ihm anfangs nicht geheuer. Doch mit etwas Geduld schluffte er auch über diese Bolen.

 

Es war ein so herrlicher Herbstag und Ephraim mausert sich zusehends zu einem richtig klasse Esel, mit dem man "Pferde stehlen kann".


05. Mai 2014

Seit 3,5 Jahren leben nun die Eselwallache Abraham und Ephraim bei uns. Die Reise von Österreich nach Belgien war für sie schon ein großer Schritt gewesen.

Weg von Eselmama und -papa, Futterumstellung, neuer Stall, neue Eselkamerden, neue Menschen mit neuen Regeln ... und durch ein etwas angeschlagenes Immunsystem anfälliger für Haut- und Fellprobleme.

Den Anhänger fanden sie nach der zweitägigen Fahrt nur noch ätzend und so habe ich sie damit auch nicht weiter konfrontiert.

Sie sollten sich hier erst einmal in Ruhe einleben. Nach und nach machten wir bei uns Zuhause zuerst Bodenarbeit, gingen spazieren und alsbald konnte ich sie in meine Aktivitäten schon voll und ganz miteinbeziehen. Die Wanderungen machten ihnen besonders viel Spaß und auch meine Kursteilnehmer fanden lausbubige Trainingsopartner in ihnen.

Nach genau einem Jahr der Eingewöhnung konfrontierte ich Abraham erneut mit dem verhassten Anhäger und siehe da, er stieg ohne mit der Wimper zu zucken ein. Zuerst machten wir nur diese Trockenübungen, dann einfache Fahrten in den Wald und zu Fuß wieder zurück und dann auch Hin- und Rückfahrten. Aber wir wagten noch keine Fahrt so weit, als dass wir sie zu Fuß nicht auch an einem Tag wieder nach Hause geschafft hätten.

Seinem Bruder Ephraim erging es nicht ganz so gut. Sarkoide machten ihm und uns zu schaffen. Nach mehrmaliger Behandlung stellte sich am Ende heraus, dass ein Sarkoid auch noch ein Sarkom war. Die OP hatte er gut überstanden und der Spuk ist nun erst einmal vorbei. Ephraim hat sich gut erholt und lächzt nun nach Beschäftigung, die auch außerhalb unseres gewöhnlichen Wirkunsgkreises besteht.

Also begangen wir auch mit ihm das Hängertraining.

 

Fazit:

Wir haben neulich unsere erste Trekkingtour mit den Jungs in weiterer Ferne machen können und hatten wundervolle Tage und Nächte mit ihnen.


11. November 2013

Der See in Weiswampach (Luxemburg) ist nur 15 km (mit dem Auto) von uns entfernt. Ein schönes Ausflugsziel für unsere Esel, denn dort kann man herrliches Führtraining machen. Also ab in den Anhänger und auf zum See geschunkelt...

Le Chaim misst mit seinen nun 3,5 Jahren 126 cm Widerristhöhe und würde noch gerade eben durch die Röhre auf dem Kinderspielplatz passen.

  • Ob er uns wirklich sang- und klanglos folgen würde?
  • Ob er sich ducken müsste, um mit der Kruppe nicht die Betondecke zu streifen?
  • Ob er die Röhre als reine Sackgasse betrachten und sich verweigern würde?
  • Ob er wie immer als erster voran gehen wollen würde, oder diesmal lieber doch seinen guten Freund Samuel vorausschicken mochte?

Dies alles wollten wir nun ganz genau wissen. Auf dem Weg zum Röhrenlabyrinth gab es noch andere Gelegenheiten, mit dem pubertären jungen Mann gezielt Führübungen zu absolvieren. Sein kleiner Freund Samuel, der nun 13,5 Jahre alt ist und dies alles schon lange kennt und sämtliche Hürden in seinem Leben gemeistert hat, ist eher als moralische Unterstützung dabei, denn er selber findet das alles nicht mehr so wahnsinnig spannend. Aber seht selbst ...