April 2019

14. Kalenderwoche

Wir haben nun das 3x4 m große Weidezelt auf die große Weide gebaut. War nicht ganz einfach, da nicht alle vom Werk aus vorgebohrten Löcher dahin passten, wohin sie sollten. Und so stabil, wie es ist, kann man da auch nichts "gerade" biegen. Also haben wir einige Löcher selber bohren müssen. Und am Ende haben wir auch noch die Leiter geschrottet. Zum Glück betraf es die letzte Sprosse und so ist außer einem kleinen Schreck nichts weiter passiert.

Die Esel haben derweil alle zusammen geweidet und zum Teil haben sie uns auch "Noten" gegeben, wenn sie zwischendurch vorbeikamen und den Fortschritt des Aufbaus begutachtet haben.

Eeeeeendlich habe ich mal einen nachts im Stall schlafen sehen können. Denn entweder schlafen die Jungs bei guten Wetter unter freiem Himmel, oder im Stall, aber immer nur dann, wenn das Licht bereits aus ist (Zeitschaltuhr) und im Dunkeln sehe ich auf der Kamera nur sehr wenig. Selbst hier habe ich an der Einstellung etwas tricksen müssen - überbelichtet - um sehen zu können, wie süß Léon sich in den Stall gemummelt hat. Naja, und Gismo mampft noch am Strohnetz.

Spaziergang mit Gismo und Ephraim, während Léon geduldig mit den anderen Eseln Zuhause wartet. Das Trennen der beiden Jungs klappt nach wie vor erstaunlich gut.

Bevor es los geht, werden die Esel ausgiebig gebürstet.

 

Im Gleichschritt unterwegs.


15. Kalenderwoche 2019

Auch Léon macht es immer besser. Er ist vom Gemüt etwas ruhiger und bleibt, wenn er sich unsicher ist, erst einmal stehen, während Gismo dazu neigt, nervös zu werden. Esel Abraham hat uns (meinen Mann Gregor und mich) bei dieser Runde begleitet.


16. Kalenderwoche 2019

Die Esel bekommen einen neuen Zaun - verzinkt und in der Hoffnung, dass er bis an unser Lebensende stabil bleibt, haben wir eine Firma beauftragt, diesen einzubetonieren. Dennoch spannen wir, damit es auch katzensicher wird, davor auch noch Stromlitze.

 


17. Kalenderwoche 2019

Der Zaun steht, jetzt muss nur noch überall Stromlitze davor gespannt werden, denn sonst wird er evtl. als "Kratzbaum" missbraucht und dann wird selbst der stabilste Zaun über kurz oder lang wackelig.

 

Über die Osterttage hatten wir herrliches Wetter und meine Seminarteilnehmer bestaunten die großen Esel. Eigentlich wollte ich die Jungs beim Wandertag am Ostermontag mitnehmen, aber meine Seminarteilnehmer waren mir noch etwas zu unsicher in der Handhabung mit Eseln, so dass ich das guten Gewissens hätte nicht  mit mir vereinbaren können. Demnach blieb es dabei, die beiden auf unserem Hof zu verwöhnen - was die beiden auch toll fanden.

Während Gismo sich bei solchen Begegnungen anfangs immer ein wenig zurückgehalten hatte und Léon sich stets zuerst den Teilnehmern vorgestellt hatte, hat es nun "Klick" gemacht und er kommt recht flott, nett und freundlich auf die vielen Fremden zu.

Auch selbst zu meinem Mann und mir ist er noch verschmuster geworden.

 

Der Fellwechsel beginnt. Anfangs dachte ich, dass die Jungs wegen des herrlich warmen Wetters ihren Pelz büschelweise ablegten, doch recht schnell hatte ich verstanden, dass sich nun die Stellen, die im Winter mit Hautpilz gekämpft hatten, sichtbar werden. Léon sieht auf der Kruppe und dem Rücken dementsprechend löchrig aus. Gismo dagegen, hat nur eine handtellergroße Fläche auf der Kruppe, die "blank" ist.

Nachdem ich einen sehr informativen Artikel über das Scheren von Poitoueseln von Barbara Bank für die kommende Ausgabe der Esel-Post erhalten habe, überlege ich ernsthaft, die beiden zu scheren - so fern es sich mit deren Nervenköstum verträgt.

2 meiner Esel habe ich bereits vor 3 Wochen geschoren. Eigentlich bin ich kein Freund vom scheren, doch nach der Pilzinfektion und dem nun juckenden Fellwechsel, hatte ich die Idee, dass das Scheren eine Erleichterung für sie sein könnte. Und am Ende hatte ich Recht, denn die Esel haben die Schur regelrecht genossen und fühlen sich nun wieder "pudelwohl".

Ich werde die Tage in mich gehen und wieder eine Warmwetterperiode abwarten - denn momentan regnet es und ist kühl und windig - und sie dann täglich ein wenig scheren, damit sich der Körper langsam darauf einstellen und daran gewöhnen kann.


18. Kalenderwoche 2019

Wir hatten diese Woche unseren Hufpflegetermin und ich dachte mir in meinem "jugendlichen" Leichtsinn, die beiden Jungs sind inzwischen derart cool, dass wir sie dafür nicht mal mehr anleinen müssten.

Wie immer haben wir mit Gismo begonnen und den ersten Vorderhuf hat er auch ganz brav still gestanden. Als wir dann zum zweiten Vorderhuf übergingen, war er aber andere Meinung, drehte sich um und ging einfach weg.

Also habe ich die Jungs doch angeleint und die Hufpflegerin konnte alle Hufe in Ruhe zu Ende machen.

Léon hat Bilderbuchhufe. Sie sehen einfach top aus.

Gismos Hufe hatten kleine schwarze Stellen, die aber nicht tief ins Horn eingedrungen waren. Aber nach wie vor läuft er seine Hufe  schief ab, obwohl er ziemlich gerade Beine hat und auch gerade aufhuft, wenn ich ihn der Hufpflegerin vorführe.

Nun haben die beiden wieder schöne "Füßchen".