Februar 2019

6. Kalenderwoche 2019

Nachdem Léons Sarkoid vor einiger Zeit ganz von alleine abgefallen war, kommt es nun doch wieder zurück. Aber bis dato ist es nicht größer, wie zuvor und es scheint ihn nach wie vor nicht zu stören.

 

Auch der Hautpilz ist nicht zu 100% weg. Meine eigenen Esel hat es zwar viel schlimmer erwischt, aber auch bei Léon und Gismo finde ich hier und da immer noch kleine Krusten an den Innenschnenkeln.

Also werden sie nun alle die Tage gegen Pilz geimpft. Der Impfstoff ist bereits bestellt.

 

In letzter Zeit sind die Großen etwas stiller geworden. Normalerweise werde ich immer von Gismo lautstark unterstützt, wenn er sieht, dass ich zum Heu gehe, um es dann zu verteilen, doch nun folgt er mir "nur" noch mit Blicken. Er scheint nun nach einem knappen Jahr verstanden zu haben, dass ich auch ohne Anfeuerung seinerseits nicht schneller gehe.

 

Eigentlich wollten wir dieses Wochenende die Esel einmal richtig wiegen - meine Tierärztin will mir für diesen Zweck einmal ihre große Viehwaage ausleihen, doch da sehr stürmisches und regnerisches Wetter vorhergesagt wurde, verschieben wir das Unternehmen.

 

Beim routine-Temperaturmessen hatten beide Esel am Samstag die absolt gleiche Höhe - 36,3°. Die meisten Eselbücher würden das als zu niedrig einstufen, dabei ist es vollkommen normal, dass Esel im Winter die Körpertemperatur herunterfahren. Teilweise sogar bis auf 35,8°.


7. Kalenderwoche 2019

Die ganze Woche sollen wir nun schönes, bzw. trockenes Wetter bekommen. Also ideale Voraussetzungen dafür, dass wir im befestigten Auslauf die große Viehwaage aufbauen könnten, denn diese soll auf ebenen Boden ausgerichtet werden. Doch dummerweise muss meine Tierärztin sich diese Woche noch einer OP unterziehen und danach geht sie in Reha. Daher wird sich dieser Luxus noch ein wenig hinziehen.

Nichts desto trotz haben wir die beiden Jungs mal auf unsere Seite geholt. Bis dato haben sie zwar immer alles vom Zaun aus beobachten können, aber unsere "Seite" hautnah erleben zu dürfen, ist dann doch nochmal was anderes. Da wird geschnuppert, gelauscht (die meckernden Ziegen hatten wir im Stall eingesperrt) und getobt.

Anschließend gab es dann das traditionelle Pflege- und Verwöhnprogramm mit schmusen, Fell bürsten, Hufe auskratzen und Schüsseln mit Möhren etc.

Und auch wenn der Hufschmiedtermin ansteht, ist es hier komfortabler (gerader und fester Boden, hell, gute Anbindemöglichkeiten ...), als bei den Jungs im Auslauf, der immer etwas "Wellaform" ist.

Am Abend habe ich mal wieder ein wenig "Mäuschen" gespielt und mitbekommen, wie sich Léon erst auf der einen Seite und danach dann auch auf der anderen Seite ausgiebig gewälzt hat. So stellt er auf seine Weise sicher, dass ich auch nicht "arbeitslos" werde und ihn Morgen wieder laaange sein Fell bürste ;-).

Der Impfstoff ist nun endlich da - die Lieferung hatte etwas länger gedauert als gewünscht. Da wir im Spritzen unter die Haut oder in den Muskel geben über die letzten Jahre durch u.a. unserem Diabetiker-Kater Nathan sehr geübt sind, haben wir die Impfung selber verabreichen können.

Zuerst haben wir unsere eigenen Esel geimpft - um die Reaktion beim Spritzen zu testen. Doch da unsere noch nicht einmal mit der Wimper gezuckt hatten, war  klar, dass die Grroßen wohl auch kein Problem damit haben würden.

Gismo schaute zuerst zu uns, als wir in den Auslauf kamen, also kam er auch als Erster an die Reihe. Ich nahm seinen Kopf und schmuste mit ihm und mein Mann Gregor piekste am Hals die 0,3 ml Impfung in den Muskel. Ui, da hatte Gismo dann doch ein klein wenig gezuckt. So mächtig er auch auch aussehen mag, aber im Wesen ist er ein sehr sensibler Esel, um nicht zu sagen ein kleines "Weichei".

Léon kam dann auch sofort neugierig näher und er hat, wie meine eigenen Esel, überhaupt nicht gezuckt. Echt ein tapferer junger Esel.

Bin nun gespannt, ob der Spuk dann auch bald vorüber ist und der Pilz damit wirklich besiegt werden konnte.