Juni 2018

1. Juni 2018

Ich werde heute die Esel an den Hufbock gewöhnen. Habe mir vor einigen Jahren genau für solche Zwecke diesen Hufbock gekauft, der mir in punkto Training schon viele gute Dienste geleistet hat.

 

Da Léon hin und wieder beim Hufeauskratzen einen kleinen Hüpfer macht und dabei sein Gewicht dann auf mich, bzw. meinen Rücken verlagert, wird mir das auch eine gewisse Rückenentlastung geben - man wird schließlich nicht jünger.


2. Juni 2018

Was für ein schöner Lohn. Gismo hat mir seinen rechten Vorderhuf fast von selber in die Hand gelegt. Nachdem ich den ersten Huf auf den Hufbock gelegt und ausgekratzt hatte, verstand er, wie es weiter gehen würde und hielt reinen rechten Huf bereits in die Höhe, als ich den Hufbock auf dieser Seite platzierte. Ich war so baff, denn so schnell hat ein Esel bei mir noch keine Fortschritt gemacht.

Da durch die starken Regenfälle der letzten Tage der Stall vermehrt aufgesucht wurde, haben sie dort nun auch hineingepieselt. Aus dem Grund haben wir auch diesen Bereich mit Miscanthus eingestreut.

Übrigens ... als wir heute Morgen relativ früh in den Stall kamen, lagen Gismo und Léon noch ziemlich verpennt, herzallerliebst aneinandergekuschelt. Die beiden sind richtig tolle Kumpel.


3. Juni 2018

Jetzt endlich schmeisst auch Gismo sein Fell ab - wird auch langsam Zeit, denn das schwülheiße Wetter ist vor allem für ihn unangenehm. Er schwitzt vom Nichtstun. Dank des Coat-Kings habe ich heute mächtig viel Wolle aus ihm rausholen können. Sein pelziger "Wintermantel" wird nun nach und nach zum "T-Shirt".


4. Juni 2018

Wir haben heute die Weide zur Verfügung gestellt, doch es hat fast vier Stunden gedauert, bis sich die beiden auf das lange Grün getraut haben. Schließlich war vorher eine Litze dort und das hat gezwiebelt, wenn man mit den weichen Lippen daran kam. Aus Erfahrung wird auch ein Esel klug. Nachdem dann alles von Gismo und Léon geprüft wurde, haben sie nun die Wiese für sich entdeckt, die wir allerdings nur stundenweise zur Verfügung stellen - damit die Jungs nicht zu dick werden.


5. Juni 2018

Die Jungs spielen gerne und viel miteinander, allerdings auch heftig. Beide haben heute einen neuen "Katsch" im Fell. Léon am Sprunggelenk und Gismo über dem rechten Auge. Traumeelsalbe wird es dann wieder "richten".


6. Juni 2018

Da das Hufegeben vorne inzwischen reibungslos klappt, nehme ich mir nun die Hinterhufe vor. Léons Hinterbeine habe ich heute einmal kurz angehoben und dann gleich wieder abgesetzt. War eigentlich ganz unspektakulär. Aber ich will mich nicht zu früh freuen und gehe auch dieses Training langsam an.

Für Morgen ist wieder eine Unwetterwarnung durchgegeben worden, doch da die Jungs beim letzten Unwetter am 31. Mai 2018 auch vollkommen cool geblieben sind, mache ich mir dahingehend keine Sorgen. Zum Glück ist unser Hof recht günstig gelegen, so dass bei Starkregen unser Bach keine Hochwassergefahr bietet.


7. Juni 2018

Gismo und Léon haben meine Esel bis dato "nur" über den Zaun beschnuppern können. Nach gut einem Monat habe ich sie nun einmal zusammengelassen. Nach einigen klärenden Tritten, war alles geregelt - so schnell geht das bei Eseln.


8. Juni 2018

Der erste Termin mit meiner Hufpflegerin verlief heute total entspannend. Sie hatte viel Zeit mitgebracht und mit Ruhe konnten sie die Vorderhufe von Léon und Gismo wieder in Form bringen.

Léon hatte einfach nur zu lange Hufe, während bei Gismo die Hufe ziemlich schief abgelaufen waren. Teilweise sogar etwas ausgebrochen. Doch nun haben sie wieder schöne "Füße". Gismos weiße Linie sah auch nicht prickelnd aus. Da werde ich jetzt täglich desinfizieren müssen.

Ich denke, dass beim nächten Hufpflegetermin dann auch die Hinterhufe gemacht werden können. Meine Hufpflegerin wollte die zwar ebenfalls heute schon machen, aber ich will es nicht übertreiben und mir wohlmöglich das Vertrauen, was ich bis dato aufgebaut habe, wieder kaputt machen.

Léons rechter Vorderhuf

An der Spitze saßen in der weißen Linie Bakterien (schwarz), die aber nicht sehr tief waren.

Gismos linker Vorderhuf

Hier war die komplette weiße Linie mit Bakteiren befallen. Leider auch tierfergehend, im Verleich zu Léon. Doch mit täglicher Pflege, bekommen wir das wieder in den Griff.


9. Juni 2018

Ich gebe am 9. und 10. Juni ein Esel- & Ziegenseminar in Frankreich und bin daher nicht Zuhause, so dass sich mein Mann Gregor um alle Tiere kümmert.

Esel- & Ziegenseminar in Frankreich: Fütterung eines Flaschenlamms
Esel- & Ziegenseminar in Frankreich: Fütterung eines Flaschenlamms

Bis dato hatte "nur" ich und die Hufpflegerin die Hufe gepflegt, doch auch für Gregor war es, laut abendlichem Telefonat, total easy. Gismo und Léon haben demnach definitiv kein Männer-Problem - das ist doch schon einmal schön zu wissen.


10. Juni 2018

Habe heute Abend vom Frankreich-Seminar zwei Ziegenlämmer mit nach Hause gebracht, so dass wir unsere Esel über Nacht bei Gismo und Léon einquartiert haben. Die Böckchen sollten sich eingangs zuerst einmal nur mit unseren Ziegen auseinandersetzen und nicht die volle "Dosis" bekommen.

Die Esel haben sich nachts bestens vertragen - ich konnte es schön über die Webcam beobachten. Wir haben das Futter vorausschauender Weise an mehreren Plätzen verteilt, so dass immer paarweise mit dem besten Kumpel gemümmelt werden konnte.


11. Juni 2018

Disteln, mjamm-mjamm, was für eine Köstlichkeit! Die Weide haben wir inzwischen soweit offen, dass die Esel nun auch zu diesen Leckerbissen gelangen können.


12. Juni 2018

Unsere beiden Hausesel Abraham und Ephraim haben wir noch bei Gismo und Léon einquartiert. Sie werden dort eine gute Woche bleiben, nämlich so lange, bis unsere Mutterziege mit Lamm am 18. Juni bei uns eingezogen ist und sich eingewöhnt hat.

Witzig ist, dass meine deutlich kleineren Esel aber das Sagen in der Truppe haben. Nichts desto trotz sind die Vier eine gute Mannschaft.


13. Juni 2018

Auch wenn sich die Jungs nachts den Stall zum Schlafen teilen ... gefressen wird nach wie vor am liebsten getrennt, denn beim Futter hört nun einmal die "Freundschaft" auf. Die beiden Fraktionen fressen demnach an zwei verschiedenen Reifen ...


14. Juni 2018

Puh, es nimmt irgendwie kein Ende. Immer noch hole ich "schaufelweise" Winterfell aus den Jungs ...


15. Juni 2018

Nachdem ich heute die Vorderhufe ausgekratzt hatte, habe ich die Esel gebürstet. Quasi alles wie immer, doch diesmal wollte ich beim Bürsten auch jeweils ein Hinterbein von Léon anheben. Als Vorübung für das spätere Hufegeben. Als ich am Oberschenkel einen Impuls zum Beinanheben gab, peitschte Léon einmal kräftig mit dem Schwanz. Ich überlegte, ob damit ich gemeint war, oder die zig Millionen Insekten, die zurzeit mächtig nerven. Egal, ich gab einen weiteren Impuls und schwups, bekam ich einen Warntritt von Léon. Er kickte gezielt etwas lässig an mir vorbei. Ich gab ihn daraufhin mit der Bürste einen Klaps auf die Kruppe und habe mich dann bürstender Weise wieder zur Brust hin gearbeitet.

 

Fazit:

Mein Tempo war zu schnell, die Umstände (Insekten) nicht ideal und die Geduld - wir hatten ja schon Hufpflegeprogramm vorne gehabt - ließ zu Wünschen übrig und der Schwanzpeitschen war ganz eindeutig an mich gerichtet gewesen und nicht an die Insekten.


16. Juni 2018

Heute habe ich unsere Esche etwas gestutzt. Auch für Gismo und Léon schien es ein besonderer Leckerbissen zu sein.

Am Abend habe ich beim täglichem Pflegeprogramm beide Esel mit Fliegenspray eingesprüht. Da ich nicht wusste, ob sie das bereits kennen und wie sie darauf reagieren, habe ich es bürstender Weise miteingebunden. Beide waren cool, doch als ich bei Gismo Richtung Kruppe kann, hat er einen kleinen Warnschuss mit seinem linken Hinterbein gegeben. Das war nun das erste Mal, dass er nach mir gekickt hat. Jetzt haben beide mir einmal den Hinterhuf gezeigt. Mir scheint, die Jungs sind hier angekommen und testen mich nun langsam aus.

Nach der Pflege habe ich dann Bodenarbeit gemacht und für Léon einen wirklich engen Engpass aus Pylonen aufgestellt. Ich wußte, dass das eine Herausforderung für ihn werden würde, doch ich hatte Zeit und ich bereitete mich darauf vor, dass zur Not auch auszusitzen. Wie vermutet, hat Léon sich das einige Zeit angeschaut und wollte sich schließlich daran vorbeimogeln. Er ließ sich jedoch schön korrigieren und als er merkte, wie entschlossen ich war und nicht aufgeben würde, ist er vorsichtig durch die Mitte gegangen. Ich habe ihn daraufhin mächtig gelobt und ihn auch nocheinmal den selben Weg zurück geführt. Hat zwar auch ein bisschen gedauert, ging aber dennoch schneller, als beim ersten Mal. Alles in allem haben wir ca. 5 Minuten für diese Aufgabe gebraucht und am Ende hat Léon gelernt, dass ich mich durchsetze und er mir vertrauen kann, auch wenn er den Sinn hinter dieser Übung wohl nicht ganz verstanden hat.

Abschließend habe ich dann noch laaaaange bei den beiden gesessen und wir haben ausgiebig miteinander geschmust.


17. Juni 2018

Da am Bach inzwschen alles niedergetrampelt, bzw. weggefressen wurde, haben wir heute die große Weide geöffnet. Diese wird nun auch langsam immer ein wenig weiter gesteckt.


18. Juni 2018

Als ich gemistet hatte, war Léon total verschmust und folgte mir wie ein Schatten. Also habe ich meine Bürste gezückt und ihn damit von oben bis unten verwöhnt. Als ich an sein linkes Hinterbein kam, sah ich, dass er günstig stand - er hatte das Bein entlastet und es nervten keine Insekten. Ich gab ihm einen Impuls, das Bein anzuheben, was er auch tat und bürstete das Bein nun so angehoben. Dabei merkte ich, dass er kurz angespannt war, weil er wohl vermutet hatte, ich würde nicht am Sprunggelenk bleiben, sondern weiter Richtung Huf greifen, was ich aber nicht machte. Seine "Befürchtung" des Hufeauskratzens, hatte ich ja gar nicht im Sinn, sondern lediglich das Bein für mich etwas bedienerfreundlicher, da angehoben, zu bürsten und damit konnte er gut leben. Ich hatte das Bein ca. 5 Sekunden in der Luft und ich setzte es dann gezielt auch wieder ab. Anschließend lobte ich ihn kraulender Weise an der Schulter und wiederholte das Ganze noch einmal. Und auch beim zweiten Mal, war er kurz angespannt, hat mich aber machen lassen. Danach ließ ich es gut sein. Verwöhnte die Kruppe noch etwas mit einer Bürstenmassage und dann trollte er sich seines Weges.

Die Tatsache, dass Léon frei stand, also nicht angebunden war und er sich mir hätte jederzeit entziehen können, war hier wohl auch von Vorteil. Auf jeden Fall schön, dass dieser kleine Schritt diesmal so gut geklappt hat.

Außerdem war unsere Tierärztin Maren Hessing da und hat die beiden einmal gründlich durchgecheckt, denn der runde Bauch bei Gismo sieht nicht normal aus. Die Untersuchung, bzw. das Blutabnehmen verlief ganz friedlich. Es ist schon Gold wert, wenn man einen Tierärztin hat, die weiß, wo man bei Eseln Blut abnimmt, denn das ist schon ein Kleinwenig anders, als beim Pferd. Bin schon auf die Blutwerte gespannt.


19. Juni 2018

Bodenarbeit stand heute wieder auf dem Programm und Léon ist diesmal viel schneller über ein neues Hindernis gefolgt. Auch wenn es scheint, dass er immer noch keinen Sinn in den Übungen sieht, merkt er natürlich wie sehr ich mich über die Zusammenarbeit freue und dass macht ihn wohl ebenfalls froh.


20. Juni 2018

Ich hatte heute mit Léon einen sehr schönen Durchbruch. Beim Führtraining ist er mir wie selbstverständlich gefolgt, hat auf kleinste Signale von mir reagiert, hielt an, wenn ich es wollte, ging nur einen Schritt weiter, wenn ich nur einen Schritt wollte usw. Ein Traum und ich hatte das Gefühl, er war nicht nur voll und ganz bei mir, sondern wollte auch gerne mit mir arbeiten.

Und auch Gismo war heute besonders lernwillig und eifrig bei der Sache. Vielleicht lag es am extrem guten Wetter? Ich weiß es nicht, ich genieße einfach diese schönen Momente mit den Jungs.


21. Juni 2018

Heute habe ich mit der Besitzerin zusammen die Esel versorgt und wir haben anschließend ein neues Hindernis bei der Bodenarbeit eingebaut. Ein lila farbener Teppich sollte überquert werden. Gismo hat nach einigem Hin und Her den äußersten Zipfel der Teppichecke überwunden. Léon fiel das Hindernis noch schwerer, so dass wir ihm eine andere Lösung vorgeschlagen haben. Wir platzierten den bekannten Engpass aus Pyolnen direkt neben den unheimlichen Teppich auf und da sollte er nun hindurchgehen. Was er am Ende auch gemacht hat, aber es hat schon einige Zeit gedauert. Der Teppich war echt eine enorme Herausforderung.

Ja, so weiß ich nun auch, was die nächsten Male auf den Programm stehen wird - lila Teppich überwinden.


22. Juni 2018

Auch Gismo und Léon haben den Motorradreifen als tolles "Spielzeug" nun für sich entdeckt und hauen sich das Ding nun "um die Ohren" :-).


23. Juni 2018

Beim Hufe auskratzen meinte Léon es sich heute etwas gemütlich machen zu können und verlagerte sein Gewicht auf mich. Ich habe daraufhin kurz nachgegeben, so dass er ein wenig aus dem Gleichgewicht kam und verstanden hat, dass ich ihn nicht halten werde, sondern dass er sich selber ausbalancieren muss. Und das hat er dann auch direkt verstanden.


24. Juni 2018

Als ich mich heute auf den Weg zur Weide machte, um dort zu misten, kamen Léon und Gismo mit und so dachte ich mir, dann kann ich ihnen ja auch gleich "im Vorbeigehen" die Hufe auskratzen. Hatte den Hufkratzer schließlich noch in der Hosentasche, da ich kurz zuvor meinen Jungs die "Füßchen" gepflegt hatte und siehe da, es war für die Großen so normal, wie das Amen in der Kirche. Kein in Frage stellen, einfach nur super.

Auch Léons Hinterbeine kann ich inzwischen anheben, wenn ich ihn dabei bürste. Wie gesagt, ich "backe kleine Brötchen" und taste mich langsam an das Thema Hinterhufe heran.


25. Juni 2018

Léon und Gismo sind die verschmustesten Esel die wir bisher ausgebildet haben. Und wir hatten echt schon Wahnsinns-Schmusebacken dabei. Aber die beiden Jungs toppen echt alles. Heute ging Léon z.B. zu meinem Mann und tastete mit seinen weichen Lippen das Gesicht von Gregor sehr zärtlich ab. Dieser strahlte dabei über "alle 4 Backen" und fühlte sich damit richtig toll. Den Atem eines Esels zu riechen und ihm vertrauen zu können, dass er einen bei so einer Aktion nicht in die Nase zwickt ... einfach herrlich.


26. Juni 2018

Blutergebnisse sind da. Bei Gismo ist trotz merkwürdiger Wampe gerade noch alles im grünen Bereich, aber Léon hat ein wenig Zink- und Selenmangel. Werde mich da nun mit meiner Tierärztin beraten, wie und was wir am besten zufüttern können.


27. Juni 2018

Heute haben wir uns nochmal den "gefährlichen" lila Teppich vorgeknöpft. Doch zurvor eine etwas simplere Übung mit zwei orange-farbenen Teppichen, die ich so platziert hatte, dass der Esel in der Mitte durchgehen kann. Also einen Teppich links, einen rechts und in der Mitte war frei. Ein Engpass auf dem Boden sozusagen.

Gismo schaute kurz und ging dann sofort den richtigen Lösungsweg durch die Mitte.

Beim zweiten Mal schob ich die Teppiche enger zusammen, aber auch das war kein Problem für ihn.

Nun kam der lila Teppich an die Reihe. Ui, da spitzte Gismo die puscheligen Ohren und ging nur über eine Ecke drüber. Ein großes Lob meinerseits, umgedreht und nochmal. Nun ging er mit allen Vieren drüber - allerdings am äußersten Zipfel. Wieder ein dickes Lob. Beim dritten Mal ging er dann flotten Schrittes über die Mitte und beim vierten Mal war alles kein Thema mehr und er latschte gelassen drüber. Alles in allem waren wir ca. 2 Minuten mit diesen 4 Durchgängen beschäftigt.

Dass Léon sich schwerer tun würde, war mir klar. Die beiden orange-farbenen Teppiche machte er gut - wenn auch einen Tick zögerlicher wie Gismo.

Als ich sie beim nächsten Durchlauf enger zusammenlegte, machte er dennoch gut weiter mit. Inzwischen hat er irgendwie doch gefallen an meinen kleinen "Denksportaufgaben" gefunden - der Gute.

Als jedoch der lila Teppich an die Reihe kam ... ohje, soooo gefährlich. Ich hatte ihn so auf den Boden gelegt, dass auf seiner rechten Seite die Möglichkeit bestand zwischen Zaun und Teppich einen ungefährlichen Lösungsweg zu gehen, den ich auch vorausgegangen war. Dennoch schaute er sich diesen Teppich sehr genau an. Dann zog er vor, sich an der anderen Seite vorbeimogeln zu wollen, denn da war ja viel mehr Platz, aber ich korrgierte ihn kurz. Erneutes Nachdenken und dann folgte er mir tatsächlich durch meinen Lösungsweg.

Er schaute sich danach den Teppich nochmal genau an und ich zog diesen nun noch näher zum Zaun. Léon erschrack ein wenig, da der Teppich sich bewegt hatte, doch auch hier vertraute er mir alsbald wieder und folgte mir erneut durch den nun noch engeren Lösungsweg.

Ich war mächtig stolz auf ihn und werde dran bleiben.


28. Juni 2018

Tadaaaaa! Auch Léon traut sich nun über den lila Teppich. Beim ersten Durchgang musste ich nur seinen Rückwärtsgang kurz korrigieren. Als er merkte, dass ich das nicht wollte und ihm Mut zusprach, ging er tapfer über den Teppich.

Beim zweiten Durchgang ging es dann ums Prinzip. Wir wussten nun beide, dass er es sich traut, doch Léon erinnerte sich daran, dass ich ihm ja auch mal den Lösungsweg seitlich vorbei gezeigt hatte. Also probierte es diesen Weg - was ja nur verständlich ist - und ich korrigierte ihn nun immer wieder sehr freundlich, aber konsequent - mal links, mal rechts, bis er verstand, dass er wohl tatsächlich nochmal mittig drüber gehen sollte, was er am Ende dann auch tat.

"Danke Léon, dass du so kooperativ bist"
"Danke Léon, dass du so kooperativ bist"

29. Juni 2018

Es ist doch immer wieder interessant, welche Pfade sich Esel anlegen. Obwohl die Kurve auf den Weg zur Weide enger genommen werden könnte, machen sie alle diesen großen Bogen:


30. Juni 2018

Das Misten auf der Weide ist im teils langen, plattgetreten Gras zwar mühsam, aber für die Hygiene sehr wichtig. Überall wo sich die Esel aufhalten und demnach auch auf der Weide, wird täglich komplett gemistet.